Ein Interview mit Mina Mart

Was Mina Mart? Wer ist denn das? img_0260

Tja meine Lieben, Mina Mart ist eine relativ neue Autorin, die ich euch unbedingt vorstellen möchte.

1995 erblickte Mina in Stuttgart das erste Mal das Licht der Welt. Seitdem hielt die Stadt sie fest und als sie älter war schloss sie dort sogar ihr Studium in Linguistik und englischer Literaturwissenschaft ab. Heute sieht man sie fleißig als Journalistin in vielen verschiedenen Bereichen arbeiten. Die Arbeit am Geschichten schreiben reißt sie aber genauso mit sich. Sie schreibt Kurzgeschichten aber auch richtige und besonders schöne Bücher. Wenn sie schreibt dann lässt sie sich voll und ganz auf die Geschichte ein und erlebt sie mit ihren Protagonisten zusammen. Eine solche Leidenschaft sorgte für sie dafür, dass sie sich 2016 unter den Finalisten des IEMed “A Sea of Words” (ein Kurzgeschichtenwettbewerb) befand. Nun endlich hat sie es soweit gebracht, dass ihr erster Roman “Backstage in Seattle”, den sie schon im Alter von 16 Jahren schrieb, am 15. Februar 2017 erschienen ist.

Ich hoffe, ihr habt schon mal einen ersten Einblick zu Mina Mart erhalten. Denn nun folgt ein Interview, um sie sogar noch besser kennenzulernen. Ich wünsche euch viel Spaß dabei!

Isa: Hallo Mina, ich danke dir, dass ich nun die Chance habe, dich ein bisschen weiter über dein Leben auszuquetschen.
Mina: Hey Isabell! Es freut mich total, dass du das machst und bin schon sehr gespannt auf deine Fragen.
Isa: Dann fangen wir doch gleich mal etwas persönlicher an. Wie würdest du dich selber denn in eigenen Worten beschreiben?
Mina: Stur, leidenschaftlich (besessen trifft es manchmal auch ganz gut, wenn ich etwas gefunden habe, was mir wirklich gefällt), und manchmal auch ein Kontrollfreak.
Isa: Das klingt ja sehr interessant. Da haben wir ein bisschen was gemeinsam. Bleiben wir erstmal dabei, dich besser kennenzulernen. Mich würde nämlich interessieren, was du gerne in deiner Freizeit unternimmst.
Mina: Schreiben ist quasi meine Freizeit, aber daneben mache ich gerne Sport, gehe auf Konzerte, verschlinge ein Buch, plane die nächste Reise oder treffe mich mit Freunden im Café. Kochen & backen gehört auch dazu, wobei das manchmal eine Hassliebe bei mir ist.
Isa: Oh, was ein schöner bunter Mix aus Unternehmungen. Du hast gerade davon gesprochen, dass du gerne mal ein Buch verschlingst. Heißt das, du liest selber viel? Und wenn ja, welche Genres passen da so in dein Beuteschema?
Mina: Ich glaube, jeder, der anfängt zu schreiben, hat sich zuvor in irgendein Buch verliebt, das als Auslöser diente. Und um Stephen King aus seinem Schreibratgeber zu zitieren: “If you want to be a writer, you must do two things above all others: read a lot and write a lot.” Ich habe früher praktisch in Büchern gelebt, am liebsten lese ich auch heute noch YA-Romane (auch Fantasy), weil junge Erwachsene alles intensiver erleben, aber auch All Age-Liebesgeschichten und Thriller.
Isa: Ach, es ist immer wieder schön zu hören wie leidenschaftlich und gerne man Bücher liest. Da bin ich nicht anders und ich denke mal meine Leser und deine teilen das mit uns. Wenn du so von Büchern schwärmst, hast du doch sicher auch Lieblingsautoren oder?
Mina: Oh, da gibt es unzählige, die ich gar nicht alle nennen könnte, hier nur ein paar Beispiele: Antonia Michaelis, J. K. Rowling, Gayle Forman, Stephenie Meyer, Sebastian Fitzek, Kerstin Gier, Rainbow Rowell, Cornelia Funke … Am meisten inspiriert hat mich aber in den letzten Jahren Elizabeth Gilberts „Big Magic“.
Isa: Elizabeth Gilbert? Von ihr habe ich ja noch nie gehört. Das wird gleich notiert! Jetzt kommen wir aber endlich mal zu deinem eigenen Autorendasein und fangen gleich mal mit der Frage an, woher du deine Ideen nimmst, okay?
Mina: Die Ideen kommen durch all die Dinge, die mich inspirieren – Gespräche mit tollen Menschen, Bücher, Filme, Serien (und ihre Soundtracks), jegliche Art von Musik, meine eigenen guten und schlechten Erfahrungen, seltsame Vorkommnisse, Wunschdenken und und und! Am Anfang habe ich immer nur eine Szene vor Augen – bei „Backstage in Seattle“ war es z.B. wie ein schöner Sänger mit psychischen Problemen eine junge Studentin in den Proberaum zieht – und schreibe dann drauf los.
Isa: Dieser schöne Sänger hat echt was sitzen im Kopf… ach, ja der liebe Finn. Aber gut, ich schweife ab. Mich würde nämlich mal interessieren, wie lange du so für ein Buch brauchst, um es fertig zu schreiben.
Mina: Das ist ganz unterschiedlich. Für „Backstage in Seattle“ habe ich knapp ein Jahr gebraucht, wobei ich damals noch zur Schule gegangen bin. Ich bin nicht jemand, der jeden Tag schreibt, ich habe Phasen, in denen ich die Nacht komplett durchschreibe und dann wieder tagelang gar nichts – wie es mein Terminplan zulässt.
Isa: Das mit der wenigen Zeit und Schule kenne ich nur zu gut. Ich habe schon immer totale Probleme, mal 2 Bücher im Monat zu lesen, wenn ich keine Ferien habe. Aber gut. Du hast ja einen Roman rausgebracht, der in Seattle spielt. Recherchierst du vorher über die Orte, an denen deine Geschichten spielen, oder überlässt du alles deiner Fantasie?
Mina: Ja, ich recherchiere durchaus! Google Maps, Pinterest & diverse Reiseführer sind meine besten Freunde. Aber ich verknüpfe meine Recherche immer mit persönlichen Erfahrungen und Orten (z.B. Bars oder Wohnungen), die ich selbst kenne, damit es realistischer wird.
Isa: Deine Leidenschaft dafür ist ja riesig, wenn du dir dabei so viel Mühe gibst! Wow! Wenn du schon so auf das Reale eingehst, wie sieht es da denn dann mit den Charakterzügen deiner Protagonisten aus? Haben diese denn ihren realen Ursprung bei Personen, die du persönlich kennst?
Mina: Ja, das passiert oftmals ganz automatisch, ohne, dass ich mir darüber im Klaren bin.
Isa: Einfach so? Das ist für deine Freunde bestimmt sehr lustig, wenn sie sich selbst dann in deinen Büchern finden. Aber sage mal eine andere Sache. Du bist ja erst neu als Autorin. Wie bist du denn an deinen jetzigen Verlag rangekommen?
Mina: Ich habe mein Exposé und meine Leseprobe einfach an verschiedene Verlage geschickt und ein halbes Jahr später kam die Antwort und ich konnte mein Glück kaum fassen.
Isa: Oh, ich hätte nicht gedacht, dass es so leicht ist! Das ist ja super. So, jetzt die letzte Frage, die ich zu dir als Autorin habe, und ich hoffe so sehr, du darfst darauf antworten und es mir verraten. Welche anderen Bücher hast du denn jetzt noch geplant nach “Backstage in Seattle”? img_0259
Mina: Klar, kann ich das verraten – ich sitze momentan an der Fortsetzung für „Backstage in Seattle“ und schreibe parallel an einem neuen Urban Fantasy YA-Projekt mit dem Arbeitstitel „Herbstrauschen“, das zur Hälfte fertiggeschrieben ist. So viel kann ich schon verraten – die alles zerstörende Liebe wird wieder im Fokus stehen.
Isa: Uii, da werde ich ja gleich ganz hibbelig! Da kommt ja glatt riesige Freude auf! Das waren jetzt die Fragen zu deinem Dasein als Autorin, aber ich quetsche dich trotzdem weiter aus und muss unbedingt noch etwas zu deinem Roman “Backstage in Seattle” wissen! Unzwar, wie kamst du überhaupt auf die Idee?
Mina: Ach, ich habe damit kein Problem, noch mehr zu beantworten, solange es deine Leser nicht abschreckt, dass es zu viel wird. Und zu der Frage: Ich habe ziemlich viel Rockmusik zu der Zeit gehört, und ich wollte unbedingt eine große Liebesgeschichte schreiben, die irgendwie mit Depressionen und Abhängigkeit zu tun hat, und zwar unterhaltsam, aber auch düster und dramatisch ist. Außerdem war es mir wichtig, dass sich die Protagonisten nicht gleich nach fünf Kapiteln unsterblich ineinander verlieben. Das erste Kapitel habe ich an einem Abend runtergeschrieben und danach war ich Feuer und Flamme – ich habe also eigentlich eine Geschichte kreiert, die ich selbst lesen wollte.
Isa: Selbst lesen, hm? Wen hättest du denn dann gerne Backstage gehabt beim Lesen und im Kopf Miterleben? *zwinker*
Mina: Da gibt es einige. Thirty Seconds to Mars, Placebo und natürlich Three Days Grace (Adam!!), hätten sie sich 2013 nicht aufgelöst. Aber das spielt ja keine Rolle. Backstage hätte ich sie gerne gehabt.
Isa: Hättest du dich denn dann auch so verhalten wie sich Eliza gegenüber Finn verhalten hat?
Mina: In Bezug auf die allererste Begegnung – vielleicht (ja). In Bezug auf die zweite – definitiv ja!
Isa: Also das glaube ich dir sofort! Wäre wahrscheinlich auch genauso bei mir. Wie sieht es denn aber bei dir mit der Liebe aus? Stellst du dich da genauso quer wie Eliza oder bist du sogar glücklich vergeben?
Mina: Ich bin seit ein paar Jahren glücklich vergeben, aber Elizas Bindungsangst kann ich absolut nachvollziehen, denn auch ich bin schon mit dieser Einstellung herumspaziert, bis ich vom Gegenteil überzeugt wurde.
Isa: Ich bin auch nicht so sehr davon begeistert, irgendwann eine starke Bindung einzugehen, aber mal sehen, was mich noch so erwartet. Ich bin ja noch etwas jünger als du. Und du meine Liebe hast es jetzt fast geschafft. Ich habe jetzt nur noch zwei Fragen! Unzwar interessiert es mich total wie du denn auf die Namen “Eliza” und “Finn” gekommen bist. Gibt es da bestimmte Gründe?
Mina: Eliza ist mein allerallerliebster Mädchenname und ich finde die Aussprache von Elizabeth auf Englisch wunderschön – und Finn ist meiner Meinung nach ein toller Name für einen gebrochenen Rockstar mit tragischer Vergangenheit und dem perfekten Gesicht. Außerdem harmonieren die Namen gut miteinander, was mir bei einer Liebesgeschichte immer sehr wichtig ist.
Isa: *spricht Elizabeth auf Englisch vor sich her* Ja, das klingt echt schön. Und nun das “Finale” meiner Fragen. Wie viele Teile würdest du zu „Backstage in Seattle“ gerne noch schreiben?
Mina: Geplant ist bisher nur ein zweiter Teil, der noch diesen Sommer erscheinen wird, wenn „Backstage in Seattle“ gut läuft. Alle, die das Ende schon gelesen haben, können sich wahrscheinlich vorstellen, worum er sich drehen könnte. Mein nächstes Ziel ist es dann, auch Printversionen der beiden Romane rauszubringen – es ist nämlich ziemlich schade, wie viele Leute E-Books grundsätzlich ablehnen bzw. keine Möglichkeit haben, sie zu lesen, wobei ich natürlich auch verstehe, dass nichts über das Gefühl eines richtigen Buchs in den Händen geht.
Isa: Na, das ist doch mal ein Plan! Ich hoffe, mit den Printexemplaren klappt alles. Ich hätte die zwei unfassbar gerne im Regal! Das war es dann jetzt aber erstmal mit diesem Interview und ich danke dir vielmals, dass du dir so viel Zeit für mich genommen hast! Ich freue mich schon total auf deine folgenden Bücher und wünsche dir jetzt erstmal sehr viel Spaß beim Weiterschreiben!
Mina: Ich habe dir zu danken für dieses tolle Interview und freu mich drauf, meine Bücher irgendwann in deinem Regal zu sehen.

Soooooo meine Lieben, ich weiß, das war ein total langes Interview, aber ich hatte so viele Fragen und hoffe, es hat euch trotzdem gefallen! Mina ist eine echt coole und liebe Person und sie hat wirklich ein Talent, was das Schreiben betrifft! Ich kann euch ihren Roman „Backstage in Seattle“ (Link zum Buch bei Amazon) wirklich ans Herz legen, ich habe ihn geliebt. Bald werdet ihr hier auch meine Rezension zum Buch finden! Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Meinung zu diesem Format und meine Umsetzung da lasst:) Jetzt folgen noch Minas Social Networks und ihre Website. Ich würde mich freuen, wenn ihr euch ihre Seiten ansehen würdet. Bis bald meine Lieben!

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PS: Ich habe noch einen kleinen Tipp an alle, die auf der Leipziger Buchmesse sind. Am 25.03.2017 ist Mina auch anwesend und wenn ihr Glück habt, seht ihr sie sogar! Sie freut sich über jeden, der sie anspricht und dann könnt ihr sie sicher noch weiter löchern, so wie ich es habe:).

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